Die Sache mit dem Homeoffice sorgt in vielen Firmen immer noch für Unstimmigkeiten. Dabei ist es doch eigentlich egal wo man sitzt und arbeitet. Wirklich? Schauen wir es uns genauer an. Mitarbeiter die im Homeoffice arbeiten haben sich, wie landläufig vermutet, einen besonderen Status erarbeitet. Sie sind besonders produktiv, besonders vertrauenswürdig, besonders loyal. Echt? Natürlich. Homeoffice, das kriegt eben nicht Jeder. Wäre ja noch schöner, wenn wir die Faulenzer unter den Mitarbeitern in ihrem Tun auch noch unterstützen und ihnen pauschal freie Bahn einräumen, damit sie erst recht die Füße hoch legen können, anstatt rechtschaffen zu arbeiten, wie die anderen Kollegen, die im Büro sitzen und sich abrackern. Wo kämen wir denn da hin …

Produktiv, weil angekettet und die Peitsche im Nacken?

Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wie Chefs auf solche Gedanken kommen. Oder glaubst Du etwa, dass nur die, die im Homeoffice arbeiten auf jeden Fall so vertrauenswürdig und fleißig sind, dass man sicher gehen kann, dass sie auch arbeiten, anstatt in Filzpantoffeln durch die Wohnung zu schlurfen?
So ein Blödsinn. Denn es würde bedeuten, dass alle anderen Arbeitnehmer die in ihren Büros sitzen nur deshalb produktiv arbeiten, weil sie angekettet im Büro sitzen, die Peitsche im Nacken spürend. Mal ehrlich, Ihr liebenswerten Chefs, was ist das den für ein Irrglaube? Die, die im Büro sitzen arbeiten also konstant 8 Stunden hochproduktiv?

Ho‘ler, eine Sondergattung Arbeitnehmer?

Und die Ho’s, die Homeoffice’ler? Sind eine Sondergattung Arbeitnehmer, die es geschafft haben sich so gut zu verkaufen, dass man denkt, sie arbeiten 8 Stunden am Stück? Und das glaubt ihr?

Büro vs. Home Office, jetzt aber „Dalli Dalli“ …

Augenblick mal, wie war das damals in der Fernsehsendung Dalli Dalli mit Hans Rosenthal? Das war/ist Spitze? Ach nee, Moment, das war doch was doppelt, das müssen wir leider abziehen: Der Gang zur Toilette und das damit verbundene Geplauder im Waschraum, der Kollegenplausch auf dem Flur, der Gang zum Nachbarbüro und das Schwätzchen mit den Kollegen, der Gang in die Teeküche und der soziale Austausch mit den Kollegen, alles was den Arbeitsalltag sozial gestaltet und angenehm macht. Oder der Gang zum Vorgesetzten um diverse zu erledigende Aktivitäten zu besprechen, der Gang zum tausendsten Meeting, bei dem zum hunderttausendsten Mal das Gleiche besprochen wird, anstatt einfach mal zu arbeiten oder die ellenlangen Rechtfertigungen vor diversen Vorgesetzten die alles dafür tun, damit man nicht zum Arbeiten kommt. Also alles Dinge, die einen echten Arbeitsfluss behindern, anstatt ihn zu fördern. Sorry, aber das müssen wir von den 8 Stunden Arbeitszeit im Büro leider abziehen, verbleiben noch 4 Stunden in denen man tatsächlich produktiv arbeiten könnte. Vorausgesetzt man hat Spaß an seinem Job, echt nette Kollegen, ein tolles Team, ein entspanntes Arbeitsklima, ein gemeinsames Ziel, bei dem man das Gefühl bekommt man darf mit an dem Rad drehen, einen „gechillten“ Vorgesetzten, der einem das Gefühl gibt, dass er einem vertraut und Verantwortung überträgt.  Verantwortung an der man sich weiterentwickeln, sich entfalten und über sich hinaus wachsen kann, dann klappt das. Und die Ho’ler? Sorry, aber da war doch noch was doppelt. Der Gang zur Waschmaschine, der Gang zur Spülmaschine, der Gang zum Supermarkt um eben noch was fürs Mittag essen einzukaufen, der Gang in die Apotheke, um das Rezept abzuholen, der Plausch mit dem Nachbarn überm Gartenzaun, das kurze Nickerchen zwischendurch, die Tasse Tee am Fenster mit Blick in den Garten … Und jetzt? Klingt als wär’s doch eigentlich egal wo ein Mitarbeiter: Büro oder Homeoffice … Wichtig ist am Ende doch nur das Ergebnis. Stimmt‘s?

Der Kontrollwahn der Arbeitskontrolettis, die Spaßbremse schlechthin.

Okay, Spaß beiseite, jetzt mal ernsthaft. Der grundsätzliche Denkfehler liegt eindeutig darin, dass offensichtlich geglaubt wird, nur Mitarbeitern aus den „höheren Rängen“ stünde ein Homeoffice zu. Und außerdem kann man die Ho‘ler ja auch gar nicht richtig kontrollieren! Aha, da liegt also der Hase im Pfeffer. Die Kontrollfreaks kriegen Schnappatmung bei dem Gedanken, dass ihnen ihr Lebenselixier, andere Leute mit ihren Kontrollgedanken zu terrorisieren, entzogen wird. Die totale Katastrophe! Die kommen überhaupt nicht auf die Idee, dass ein Ho’ler richtig viel Spaß an seiner Tätigkeit gewinnen kann, weil er aus dem Hamsterrad aus Zeitdruck-Organisationsdruck-Familienbelange-Arbeit, endlich aussteigen kann. Endlich eine Verantwortlichkeit spüren kann, die angemessen ist. Auch so eine Katastrophe für die Arbeitskontrolettis. Ein Mitarbeiter der erwachsen ist, der selbst denkt und den man nicht behandeln kann, als wäre er ein Vollidiot, einfach zu nichts zu gebrauchen.

Unfähige Vorgesetzte gehören in das Land, wo der Pfeffer …

Allerdings würde das Modell Homeoffice für Alle, eben auch bedeuten, dass man unfähige Vorgesetzte in das Land schickt, in dem der Pfeffer wächst und ein Arbeitsmodell entwirft, dass umschwenkt auf ergebnisorientiertes Arbeiten, mit allem Pipapo. Sprich, auch die nötige IT ist vorhanden oder kann eingerichtet werden, damit anständig gearbeitet werden kann.
Es gibt bereits Unternehmen, die auf solche zukunftsweisenden Arbeitsmodelle umstellen und den Arbeitnehmern die Möglichkeit einräumen einen großen Teil Ihrer Arbeit vom Homeoffice aus zu erledigen. Klar, braucht das eine gehörige Portion Mut und verursacht erstmal ein bisschen Chaos. Meiner Überzeugung nach jedoch überwiegt sehr schnell der Vorteil für alle Beteiligten, was wiederum zu deutlich mehr Motivation für die Arbeit führt. Soll mal einer sagen, dass das nicht geht.

MUT – hol‘ Dir was dir zusteht!

Womit wir wieder einmal beim Thema Mut wären. Oder besser gesagt, wenn wir ewig nur das tun, was wir schon immer getan haben, dann bleibt auch alles immer so wie es ist. Dann braucht sich aber auch kein Vorgesetzter oder Chef beschweren und auch Du nicht.
In diesem Sinne  wünsche ich Dir eine fette Portion MUT für Verbesserungsvorschläge, MUT zum Umdenken, MUT zu Brainstormings in denen Du das sagst, was aus Deinem Denken heraus für die Firma und für Dich gut wäre. MUT, Dir das zu holen was Dir zusteht, egal was es ist.

HOL‘ DIR WAS DIR DEINER MEINUNG NACH ZUSTEHT!

Ob es ein Homeoffice ist, dass überlasse ich Dir …

Erfolg auf ganzer Linie,
das wünscht Dir Deine Claudia von Senkrechtstarter.info

P.S. Teile gerne meine Artikel, vielleicht kommt er für einen Deiner Freunde gerade richtig. Für noch mehr Motivation kann er oder sie sich nachstehend in meinen Verteiler eintragen.
Servus, bis zum nächsten Mal …

 

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